Konzept Esch

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Konzept Esch

Mein Ziel ist es, in dem momentanen Entwicklungsstadium dem einzelnen Kind das zu geben und zu ermöglichen was es braucht. Jedes Kind individuell begleiten und bei seiner Persönlichkeits- und Sprachentwicklung, seiner Motorik, Kreativität, Fantasie und Sinneswahrnehmung mit Bewegungsspiele, Geschichten, Reime, Lieder und eine klare Sprache und verschiedene Materialien zu fördern.

Den Willen jedes Kind stärken und die Selbstständigkeit, Selbstvertrauen und Selbstverantwortung fördern. Mir als Tagesmutter ist es wichtig den Kindern einen Ort zu bieten, wo es sich geborgen und sicher fühlen kann. Die Welt entdecken und ihre Stärken und Schwächen kennenlernen.

Ziele und Formen der pädagogischen Arbeit

1.1 Erziehung im Bereich Persönlichkeitsentwicklung / Selbstständigkeit

Das Selbstbewusstsein der Kinder möchte ich durch den liebevollen und respektvollen Umgang aufbauen und stärken. Die Kinder können lernen ihre Bedürfnisse und Wünsche mitzuteilen, ihre Ideen äußern und diese umsetzen. Sie können Selbständigkeit lernen in dem ich sie sich selbst anziehen, Hände waschen oder Zähne putzen, meine Aufgabe liegt darin die Kinder zu unterstützen, und nicht zu überfordern. Wie viel und was ein Kind selbstständig schafft ist vom ihrem Entwicklungsstand und vom Vertrauen des Kindes in sich selbst abhängig.

1.2 Förderung der sozialen Fähigkeiten

– Gemeinsam sind wir stark.
Jedes Kind hat seine Stärken und Schwächen, die es in die Gruppe einbringt. Durch gemeinschaftliche Spielaktionen lernen die Kinder auf andere zu achten und ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und diese zu respektieren.

1.3 Freude am Lernen und Wissenserweiterung

Kinder verfügen über ein unerschöpfliches Maß an Neugierde und Intelligenz. Wie ein Kind sollte man die Umwelt wahrnehmen, was mir durch den Beruf als Tagesmutter teilweise möglich ist.

Die Kinder haben ein angeborenen Bewegungsdrang, den ich mit Bewegungsspiele im freien oder in der Tagespflegestelle unterstütze. Kinder toben am liebsten draußen an der frischen Luft, dies sorgt auch gleichzeitig für einen gesunden Appetit und Schlaf. Ausflüge in den Wald oder Spielplatz können das Wissen der Kinder über Pflanzen und Tiere weiter entwickeln und vertiefen. Wissen wird am besten durch eigenes Tun erworben um Erfahrungen zu sammeln.

1.4 Gesundheit und Ernährung

Ein ausgewähltes Speiseangebot beeinflusst langfristig die Essgewohnheiten der Kinder. Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, aber auch Fleisch und Fisch versorgen den Körper mit allen lebensnotwendigen Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen. Ich lege auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung viel Wert. Die Mahlzeiten werden frisch zubereitet, je nach Alter und Lust der Kinder werden diese in die Mittagsvorbereitung mit einbezogen. Kein Kind wird zum Essen gezwungen. Es ist normal, dass ein Kind mal keinen Hunger hat oder ein Gericht nicht mag. In so einem Fall werden als Alternative z. B. Brot angeboten. Für die Zwischenmahlzeiten steht immer Obst und Gemüse bereit. Als Getränke werden Wasser, Saftschorlen oder Tee angeboten.

1.5 Sauberkeitserziehung

Jedes Kind hat seinen eigenes Handtuch. Nach dem Spiel im Freien, dem malen mit Fingerfarben, etc. werden die Hände gewaschen. Selbstverständlich auch vor und nach dem Mittagessen. Ebenfalls werden die Zähne nach dem Mittagessen geputzt.

Sauberkeitserziehung setzt eine gewisse körperliche Reife voraus. Das heißt, dass bestimmte Muskeln und Nervenbahnen ausgebildet sein müssen, damit das Kind seine Blasen- und Darmmuskulatur kontrollieren kann. Erst ab einem Alter von eineinhalb bis zwei Jahren merken die Kinder, dass die Harnblase oder der Darm voll sind.
Zu frühe Sauberkeitserziehung kann später zu massiven Problemen oder Rückfällen führen.
Das Kind entscheidet, wann es soweit ist. Sobald es Interesse an Toilette oder Töpfchen signalisiert, unterstütze ich es natürlich in seinem Bestreben. Das Weglassen der Windel bespreche ich selbstverständlich mit den Eltern, da die Sauberkeitserziehung in häuslicher Umgebung und in der Tagespflegestelle parallel laufen sollte. Bei „kleinen Missgeschicken“ reagiere ich gelassen und ruhig. Für die Zeit des Trockenwerdens stellen mir die Eltern mehrere Wechselsachen zur Verfügung, falls doch einmal etwas daneben geht.

Mein Bild zum Kind ist dass ein Kind eine eigenständige Persönlichkeit hat. Das Kind ist ein aktiver Wissenschaftler, es erforscht stetig seiner Umwelt und gelangt durch seine Erfahrung zu immer komplexeren Denkstrukturen. Das Kind ist ein vollwertiges Individuum ( Persönlichkeit ). Es kann sich ausprobieren, experimentieren, neugierig sein, Fragen stellen, Fehler machen, wütende oder traurig sein, sowie fröhlich oder nachdenklich. Kinder sind unsere Zukunft! Das Kind lernt über das was es bei uns sieht und nicht durch das was wir sagen.

In jedes Kind ist ein Entwicklungskompetenz.

Jedes Kind hat ein Selbstbildungspontezial, es hat ein Willen und möchte nicht immer das machen was man ihnen sagt.

Ein Kind braucht Freiraum aber Grenzen, Strukturen, feste Rituale, Emotionale Bindung und Geborgenheit.

Die wichtigsten Bezugspersonen für die Kinder sind ihre Eltern, daher sollte sollte die Zusammenarbeit mit den Eltern und mir stets respektvoll und vertrauensvoll erfolgen. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die gemeinsame Sorge und das Wohl ihres Kindes. Wichtig ist, dass die Eltern mit mir jederzeit über Ängste, Sorgen oder die momentane Situation ihres Kindes sprechen, damit ich darauf eingehen und es in der Betreuung berücksichtigen kann.

Das Tür- und Angelgespräch, findet täglich statt…

Es ist unverzichtbar für den schnellen Austausch von Informationen. Für mich ist solch ein Gespräch wichtig, da sie hierbei z. B. erfährt, wie das Kind geschlafen hat, wer das Kind abholt, etc.
Tagesmutter und Eltern sind so immer auf dem neusten Stand. Ernsthafte Probleme gehören nicht in ein Tür- und Angelgespräch.

Das Elterngespräch, bei Bedarf und nach Absprache…
Hier geht es um Themen oder eventuelle Probleme, die nur das einzelne Kind betreffen. Bei dem Gespräch kann man sich intensiver über den Entwicklungsstand des Kindes oder über Schwierigkeiten auszutauschen.

Der Elternabend, findet einmal jährlich statt..

Hier werden nur Punkte besprochen, die die gesamte Tagespflegestelle betreffen. Dies können z. B. Planung von Festen und Ausflügen, pädagogische Themen, etc. sein.
Der Elternabend dient ebenfalls dazu, dass sich die Eltern gegenseitig kennenlernen und untereinander Erfahrungen austauschen können.

In den ersten drei Jahren ist der Lernzuwachs im Leben eines Menschen so groß wie nie wieder. Umso verständlicher ist es, dass die Eltern erfahren wollen, was ihr Kind bei mir dazugelernt hat. Da die Kinder einen großen Teil des Tages bei mir verbringen, ist es mir wichtig, die Fortschritte für die Eltern zu dokumentieren.
Ich nehme mir regelmäßig die Zeit zu beobachten und meine Beobachtungen schriftlich festzuhalten.

Folgende Bereiche werden beobachtet und dokumentiert:

– Körperpflege
– Umwelterfassung
– Sozial-emotionale Entwicklung

– Spieltätigkeit
– Sprache
– Grob- und Feinmotorik
– Alltägliche Verhaltensweisen

Über die Beobachtungen wird regelmäßig mit den Eltern gesprochen. So bekommen sie einen besseren Einblick in das Verhalten und die Entwicklung ihres Kindes bei mir. Die Beobachtungsbögen und die Kunstwerke der Kinder werden in der Mappe gesammelt und den Eltern bei Beendigung des Betreuungsverhältnisses übergeben.

Eingewöhnung und Abschied

Die Eingewöhnungszeit ist für das Kind, die Eltern und für mich als Tagesmutter außerordentlich wichtig. Der Übergang aus der Familie in die Tagespflege ist für das Kind eine große Herausforderung und bedarf viel Einfühlungsvermögen. Das Kind muss sich in eine neue Umgebungen anpassen und eine Bindung zu eine fremde Person aufbauen. Es muss sich an neue Situationen, einen veränderten Tagesablauf und an die tägliche mehrstündige Trennung von den Eltern gewöhnen. Dieserart von Veränderungen können für das Kind mit erheblichem Stress verbunden sein, daher ist die Eingewöhnungsphase enorm wichtig um den Übergang zu erleichtern und Problemen vorzubeugen. In der Regel erfolgt die Eingewöhnung mit den Eltern oder einem Elternteil bzw. eine dem Kind sehr vertraute Person.

Grundphase

Die Grundphase dauert ca. drei Tage, in den Tagen kommen die Eltern mit dem Kind zusammen in die Tagespflege für ca.1-2 Stunden. Ohne dass sich das Kind ge- oder bedrängt fühlt, versuche ich mich dem Kind in der Zeit anzunähern, während sich die Bindungsperson zurückhaltend verhält, jedoch in der Nähe bleibt um das Kind das notwendige Gefühl von Sicherheit zu geben. In der Zeit findet Kein Trennungsversuch statt.

Erster Trennungsversuch / Entscheidung Dauer der Eingewöhnungszeit

Die Dauer der Eingewöhnungszeit fällt meinst am vierten Tag. Normal dauert eine Eingewöhnung ca.2-3 Wochen, manchmal aber auch länger. Der Entscheidender Punkt ist wie das Kind auf den ersten Trennungsversuch reagiert, dabei verabschieden sich die Eltern einige Minuten nach der Ankunft von dem Kind und verlassen den Raum, bleiben jedoch in der Nähe der Tür. Verhält sich das Kind nach anfänglichem Protest eher gelassen und wendet sich wieder seiner Umgebung zu, so kann diese erste Trennungsepisode auf ca. 30 Minuten ausgedehnt werden, dabei ist es sehr Hilfreich wenn das Kind einen Gegenstand bei sich hat, der sie an ihrem vertrautem Umfeld erinnert, sowie ein Kuscheltier, Schmusetuch, Flasche oder Ähnliches.

Zweiter Trennungsversuch

Ab dem siebten Tag erfolgt ein erneuter Trennungsversuch. Stelle ich ein „Bezugsperson“ für das Kind da, vergrößert sich die Zeiträume ohne Eltern, jedoch bleiben sie weiterhin in der nähe der Tagespflegestelle.

Schlussphase

Ich als Tagesmutter stelle ein „Bezugsperson“ für das Kind da. Ab jetzt halten sich die Eltern nicht mehr in der Tagespflegestelle auf, sind jedoch jederzeit telefonisch erreichbar. Lässt sich das Kind von mir trösten und sucht den selbstständig den Kontakt, ist es ein Zeichen einer gelungenen Eingewöhnung. Akzeptiert das Kind mich als sichere Basis und weitere Bezugsperson ist die Eingewöhnung beendet.